Mittwoch, 30. Januar 2013

Was ist überhaupt Homeschooling?

Bernice Zieba, Jan Zieba, Homeschool Blog, Homeschooling
Dietrich Bonhoeffer, Bild: Wikipedia
Schauen wir mal, was Wikipedia dazu meint. Hier der Eintrag auf Deutsch:

Hausunterricht (auch häuslicher Unterricht, Heimunterricht, Domizilunterricht oder Homeschooling) ist eine Form der Bildung und Erziehung, bei der die Kinder zu Hause von den Eltern oder Privatlehrern statt in Schulen unterrichtet werden. Die konkrete Praxis des Hausunterrichts kann sehr unterschiedlich aussehen. Das Spektrum reicht von stark strukturierten, an traditionellem Schulunterricht orientierten Formen bis zu sehr offenen wie dem Unschooling. Auf Wikipedia weiterlesen.


Eine kurze Zusammenfassung, die das Wesentliche enthält!

Im Anschluss werden auch sogleich drei Grössen erwähnt, die Hausunterricht genossen haben:

  • Johann Wolfgang von Goethe in Nachahmung adliger Lebensverhältnisse
  • Wolfgang Amadeus Mozart, weil er seine Kindheit zu einem großen Teil auf Konzertreisen verbrachte.
  • Dietrich Bonhoeffer
Ich bin immer wieder überrascht, welche bekannte Persönlichkeiten einen Homeschool-Hintergrund haben!

Samstag, 26. Januar 2013

Judit Polgár

Bernice Zieba, Jan Zieba, Homeschool Blog, Homeschooling, Judit Polgár
Judit Polgár, Schach-Grossmeister, Bild: Wikipedia/Stefan64
Good news für die Homeschool-Promi-Liste! Judit Polgar ist Grossmeister im Schachspielen.
Auf Fembio wird ihre Biographie folgend begonnen:

Wäre Judith zur Schule gegangen, hätte sie in der Regel abschreiben und zu Hause auswendig lernen müssen, was Lehrer an der Tafel notierten. Diese Methode, mit der lernintensive Lebensjahre vergeudet werden, hat Judits Vater, Laszlo Polgar, seinen drei Töchtern ersparen wollen. Er behielt sie zu Hause...

Mittwoch, 23. Januar 2013

Stefan Bachmann - The Peculiar

Bernice Zieba, Jan Zieba, Homeschool Blog, Homeschooling, The PeculiarPromi-News aus der Homeschool-Welt!
Stefan Bachmann, ein junger Autor, hat letzten September das Buch "The Peculiar" bei Harpercollins heraus gegeben. Das Buch wurde ein Bestseller!

Das erfreuliche für mich daran: Stefan Bachmann war Homeschooler!! Ausserdem  ist er in der Schweiz aufgewaschsen, hat vier Geschwister, spielt fünf Instrumente, schreibt Fantasy-Romane und bloggt...


Stefan Bachmann: The Peculiar

Dienstag, 22. Januar 2013

Antwort von André Stern

Bernice Zieba, Jan Zieba, Homeschool Blog, Homeschooling, André Stern: ...Und ich war nie in der Schule
Der Autor André Stern ging nie zur Schule
Der Buchautor und Homeschooler (oder wie würde er sich selber nennen?) André Stern antwortet auf eine Mail von mir!

(...) Danke für Ihr Feedback betreffend mein Buch: das ermutigt mich, weiterhin von meiner Kindheit ohne Schule zu berichten!
Was Ihre Frage zur Religion betrifft, möchte ich Ihnen mit einem Auszug aus meinem neuen Buch antworten. Ich füge den Auszug hier unten ein.
Herzliche Grüsse,
André Stern


Oft fragt man mich, ob ich einer Religion angehöre. Ich muss dann meist nachfragen: Meinen Sie Religion oder Glaube?
Ich bin frei von religiöser Indoktrinierung aufgewachsen. Aber der Glaube hat in unserem Leben eine echte Rolle gespielt (zum Beispiel gäbe es mich nicht ohne den Glauben meines Großvaters …)
Für mich gibt es viele Begriffe, die größer sind als wir, die wir deshalb nicht verstehen können. Es gibt Strömungen in unserem Leben, die uns tragen, die wir aber mit unserem menschlichen Verstand nicht erfassen können. Dass es Farben gibt, die wir nicht sehen, und Klänge, die wir nicht hören, beschäftigte mich als Kind sehr, denn mir war bewusst, dass uns ein ganzer Teil der Welt somit entgeht. Und dass es gewiss noch viel mehr Dinge gibt, von denen wir nichts ahnen, weil uns die entsprechenden Sinne fehlen. Diese Einsicht hatte für mich direkt mit dem Begriff „göttlich“ zu tun.
Dass manche Menschen anhand der Religion mit dem Göttlichen zu verhandeln versuchen oder Übermenschlichem sehr menschliche Züge geben, störte mich schon immer, ebenso, dass man behauptet, Tiere haben keine Seele.
Aber ich achtete schon als Kind meine Wurzeln und hatte Respekt vor meiner Herkunft vor meinen Ahnen und vor ihrer Geschichte. Traditionen im Allgemeinen sind uns wichtig. Und unser Leben war voller Rituale – Kinder lieben Rituale.
Meine Mutter ist christlicher Abstammung, mein Vater jüdischer. Zwar war ich mit meinen Großeltern im Gottesdienst, habe mit meinen Eltern viele Kirchen besucht (die christlichen Bilder haben mich fasziniert und manches Mal geängstigt) und habe viel über das Christentum gelesen, aber ich habe mich, als ich von Religionen überhaupt hörte, sofort für das Judentum entschieden.
Nach dem Krieg hat mein Vater seine religiöse Erziehung mitsamt seiner deutschen Kultur und Muttersprache fürs Erste abgelegt. Doch ab und zu erklärte er mir im Zusammenhang mit den unzähligen aufregenden Erinnerungen an seine Kinder- und Jugendtage auch die jüdischen Bräuche.
Ab und zu schnappte ich auch einige Bruchteile jüdischer Kultur auf; aber erst mit dreißig wohnte ich im Hause eines befreundeten Regisseurs, mit dem ich gerade arbeitete, dem Schabbesmahl einer jüdischen Familie bei.
In den Tagen und Wochen danach las ich einiges über die jüdische Tradition und konnte viele Elemente zusammenführen. Eines Freitagabends bereitete ich Teig zu, flocht das Brot, richtete kalte Speisen her, spannte ein weißes Tischtuch, bereitete ein Schabbesmahl vor und war gespannt, wie mein Papa reagieren würde. Er machte gleich mit, das Kiddusch wusste er sofort wieder, und wir freuten uns alle über die Wiedereinführung dieser Tradition in unserer Familie.
Seit diesem Tag ist der Schabbesabend für uns ein wichtiger Moment in der Woche geworden, an dem wir versuchen, immer zusammen zu sein.
Für mich ist es ein besonders schönes Gefühl, dass mein Vater durch mich wieder Zugang zu seinen Wurzeln und den Gesten seines Vaters gefunden hat, so wie er Jahre zuvor, als ich begann, Deutsch zu lernen, mit mir diese seine Muttersprache und die deutsche Kultur wiedergefunden hat.
Und für mich ist es ein besonders starkes Gefühl, am Freitagabend das Brot zu flechten, in dem Wissen, das meine Ahnen dies seit 6000 Jahren jeden Freitag getan haben.

(Von meinem älteren Blog hierher kopiert)

Montag, 21. Januar 2013

Gesellschaftsspiele statt Computerspiele!

Bernice Zieba, Jan Zieba, Homeschool Blog, HomeschoolingDa ich mich mit der Thematik Homeschooling befasse, fällt mir hier wiedermal ein immenses Lernfeld auf, welches Intelligenz und Sozialkompetenzen fördert.

Beispiel Memory.
Das Memory ist ja ein Erinnerungsspiel. Trainiert wird im Hirn das Erinnern, das Er- und Wiedererkennen von Bildern, Sachen, Gegenständen. Auch hier möchte ich sagen: lieber echte Bilder, kein Kitsch, keine Verniedlichung! Mit den echten Abbildern wird zugleich allgemeines Wissen gebildet. Wir haben z.B. ein Memory mit Fotografien aus der Natur und lernen nebenbei Namen von Pflanzen, Bäumen, Landschaften etc. um sie dann in der Natur wieder zu erkennen. Erkennen, Erinnern, Wiedererkennen: Diese Eigenschaften sind eigentlich bei allem Lernen sehr bedeutend. Beim Lernen geht es ja immer wieder darum, etwas was man neu erkannt hat im Gehirn als Wissen zu speichern.

Nicht zu unterschätzen ist auch die soziale Förderung. Wir spielen zu zweit (oder vermehrt) und erleben gemeinsam Spass, Ansporn, Spannung, Herausforderung, Freude und Erfolg und zurück bleiben gute Erinnerungen an gemeinsam verbrachte Stunden.
Bei Computerspielen fällt vieles von dem weg. Natürlich gibt es auch Computerspiele die das Lernen fördern können, aber ich bin mir sicher, dass es für alles ebenso gute oder gar bessere Lernmethoden und -materialien ohne Computer existieren. Bei einigen Computerspielen habe ich das Gefühl, eher besteht die Gefahr zu verdummen, als etwas an Intelligenz hinzuzugewinnen. Manche Spiele, von den echten Spielen kopiert, sind zu vereinfacht, so dass das Kind eigentlich unterfordert ist, sich aber von den bunten Farben, piepsenden und quietschenden Tönen unterhalten, resp. verblöden lässt.

Dann sind Computerspiele auch meistens für den Einzelnen gedacht. Also fehlt es am Sozialen, an der Gemeinschaft. Das Kind befindet sich alleine vor dem Computer und spielt alleine vor sich hin, anstatt wertvolle Zeit mit den Eltern anderen Kindern bei einem spannenden, interessanten Gesellschaftsspiel zu verbringen. 

Für nützlich halte ich das Zehnfingersystem. Das kann man gutheissen, weil das Zehnfingersystem auf jeden Fall für das Textschreiben sehr nützlich ist. See me in action! :) 

Bei Gesellschaftsspielen sind die Kinder ganzheitlicher gefördert. Sind es Spielen wie Fangen, Verstecken, im Wasser mit Ball, dann ist das Kind an Bewegung, Gemeinschaft und Wachsamkeit optimal gefördert. Sind es Brettspiele wie Schach, Mühle, Eile mit Weile, dann ist das Denken, die Intelligenz, die Wachsamkeit und die Gemeinschaft optimal gefördert.

 (Von meinem älteren Blog hierher kopiert)

Sonntag, 20. Januar 2013

Charlotte Mason

Bernice Zieba, Jan Zieba, Homeschool Blog, Homeschooling, Charlotte Mason
Die Pädagogin Charlotte Mason wurde
von ihren Eltern privat unterrichtet
Vor einigen Tagen habe ich die Buchreihe von Charlotte Mason begonnen. Obwohl anfangs letztes Jahrhundert geschrieben, finde ich sie sehr interessant, aktuell und hilfreich. Die Methode (sofern man dies überhaupt so nennen kann) von Charlotte Mason wird von (christlichen) Homeschoolers empfohlen.
 Ich bin über das Buch "A Little Way of Homeschooling" von Suzie Andres auf die Charlotte-Mason-Methodik aufmerksam geworden. Somit habe ich sogleich meinen zweiten Buchtipp gegeben.

Charlotte Mason wurde selber von ihren Eltern unterrichtet und wurde später eine ausgebildete Pädagogin. Ich fasse kurz zusammen, was ich bisher (neu-) gelernt habe:  

-Frische Luft ist nötig um den Körper und Geist zu erfrischen und beleben, öfters lüften! -Kinder sollten mehrere Stunden draussen verweilen. Die Kinder nicht einfach nur rausschicken, sondern mit nach draussen nehmen!

 -Die Natur (Bäume, Kriechtiere, Vögel, Landschaften, Jahreszeiten...) aufmerksam betrachten oder beobachten ist Lernen pur! Dabei braucht es nur spärliche Erklärungen und Anleitungen durch eine Erziehungsperson. Das selbstständige (natürliche) Beobachten und Reflektieren ist das beste Lernen.  
-Es ist ein grosser Vorteil auf dem Land zu leben, wo die Natur und ihre Zusammenhänge direkt erfahren werden können. Aber selbst für Leute die in der Stadt leben, ist es sehr gut möglich, regelmässig hinaus in die Natur zu fahren und dort wertvolle Zeit zu verbringen. -Freies Spielen ist sehr wichtig und sollte die meiste Zeit der Kinder-Aktivitäten einnehmen. 

-Freies Spielen soll man nicht unterschätzen, sondern darin die Entfaltung von Kreativität, Lernen durch Entdecken, Entwicklung von Freude und Interesse am Lernen erkennen!

(Von meinem älteren Blog hierher kopiert)

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